Let`s share Dreams Interview mit Monster Truck Profi Danny Patard

So überraschend können Events in Queensland (Australien) sein: Wenn im Outback-Städtchen Charters Towers Reitwettbewerbe das Bild im Fairground der 8000 Einwohner-Gemeinde bestimmen, freut man sich auf jede Menge Pferdestärken. Dass die auch in Form eines Monster Truck durch die Arena galoppieren, hat uns überrascht. Wir entdeckten das Prachtstück „Outback Thunda“ und Danny Patard zufällig auf unserem Weg entlang der Buden. Seine Show würde erst morgen stattfinden. Noch ruhte sein Hero auf dem Hänger.

„Outback Thunda“ – 7,5 Tonnen spektakuläre Fahrzeugtechnik 

                     Oversize transporter Monster Truck        Horse competition Events in Queensland

Erste Pferdewettbewerbe liefen bereits, kaum beachtet von den bis dahin wenigen Besuchern. Der Veranstaltungstag war noch jung und Charters Towers liegt einsam. Die nächste größere Stadt, Townsville, ist 130 km entfernt. Um Charters Towers herum entfaltet sich das Outback – Staub, Büsche, Bäume, ein paar Farmen. Aus jeder Himmelsrichtung führt gerade mal eine Straße in die ehemalige Goldgräberstadt hinein bzw. aus ihr heraus.  Ich war mit Robert von seiner Farm Bodalla aus tief im Outback nach Charters Towers gekommen. Eine Zweistundenfahrt über abgelegene, schnurgerade Pisten mit kleinen Brücken über ausgetrockneten Bächen – ein Spaß mit Stressfaktor: Du musst ständig darauf gefasst sein, dass Emus, Rinder, Kängurus oder Wallabys urplötzlich „aus dem Nichts“ vor den Geländewagen springen. Der ist zwar hart im Nehmen, aber eben kein Monster Truck. Der Gastgeber unseres Workaway-Aufenthaltes hatte mich mitgenommen, weil ich mich im Krankenhaus von Charters Towers kurz durchchecken lassen wollte – ein Grippe-Virus ging um und ich war beunruhigt, weil ich Tage zuvor Atemprobleme unterm Moskitonetz hatte … Außerdem konnte ich bei dieser Gelegenheit Kayleen besuchen. Sie war mit dem Rest der Familie schon am Vortag mitgefahren. Roberts Frau Genine und ihr Sohn Mathew nahmen an einigen der Reitwettbewerbe teil.

Atempause während dieses Events in Queensland

Nachdem ein Arzt am Morgen bestätigt hatte, dass ich völlig o.k. bin, drehte ich mit Kayleen auf dem Fairground zu Fuß eine Orientierungsrunde. Wir trafen Danny ebenso entspannt an, wie ich es nach dem befreienden Arztbesuch auch war. An seinem Parkplatz etwas abseits des Weges um das Eventgelände herum bot sich die perfekte Gelegenheit für Smalltalk. Danny, ein kräftiger Typ mit öligen Händen und freundlichen Augen, erzählte ein bisschen vom Monster Truck Business. Zig Stunden Reparatur, Wartung und Vorbereitungen für nur wenige Minuten Show, fasste Danny Patard die Mühen hinter den Kulissen zusammen. Motor und Material erhitzen schnell und extrem bei diesen Monster Truck Einsätzen. So gäbe es immer was zu tun.

                                     Working on Outback Thunda        Danny Patard working on Outback Thunda Truck

In Australien, berichtete Danny, sei die Begeisterung für Monster Trucks nicht so stark wie in Amerika, wo sie ihre großen Bühnen mit fanatischem Publikum haben. Auch in seiner Heimat Neuseeland gehe von Monster Truck Shows und anderen Veranstaltungen mehr Anziehungskraft aus, als er in Australien festgestellt hat.

Kindheitstraum und Life Change

Für unser Let´s Share Dreams Interview war Danny sofort offen. Der Fahrer und Mechaniker, ein routinierter Teilnehmer an Events in Queensland wie auch international, wirkt darin gesammelt und ernst. Er sieht sich in einer nachdenklichen Phase seines Lebens. Was er bis jetzt gemacht habe, Shows und Stunts mit dem Monster Truck und so, das sei schon eine Art erfüllter Kindheitstraum gewesen. Jetzt, sagt er, sei er irgendwie bereit für einen Wechsel in seinem Leben. Danny hat durch seine beruflichen Einsätze, unter anderem mit seinem Outback Thunda, einiges von der Welt gesehen und eine klare Einstellung zur Erde und ihren Bewohnern entwickelt. Für ihn sind die Leute alle eine Spezies und im Grunde gleich, obwohl sie sich in ihrer Art zu Leben, zu wohnen, zu ernähren und durch ihre Arbeit unterscheiden. Und dann sagt er noch einen Satz, wie man ihn von einem Friedensnobelpreisträger erwarten würde – über diesen Planeten, seine Länder und Menschen …