Let`s share Dreams Interview mit Ghost-Tour Guide Fred in Edinburgh

Drei Worte nur, aber sie beschreiben unsere Edinburgh Gruseltour perfekt. Die Tränen stehen mehr für einige Lachsalven dieses Programmpunktes – für uns übrigens ein Muss bei einem Besuch der Stadt. Blut und Schweiß: Edinburgh im Mittelalter, das scheint viel vom alltäglichen Leiden und Gemetzel gehabt zu haben, dass beim Anblick mancher morbiden Kulisse dieses einzigartigen Stadtbilds in den Kopf schießt. Hexenverfolgung, bestialische Folter, Mord und Totschlag, Seuchen, unvorstellbare Hygienezustände und entsprechend überquellende Friedhöfe. Ein hartes Leben auf engstem Raum war das, in einer völlig überfüllten Metropole. Doch die Menschen hausten lieber miserabel als möglicherweise draußen vor den Stadtmauern den Engländern in die Hände zu fallen.

Edinburgh Gruseltour Greyfrias Kirkyward

 

Echt Edinburgh Gruseltour: Humor und harte Fakten

Fred führte uns bei der Haunted Graveyard Tour des Veranstalters City of the Dead Tours als Teil einer kleinen Gruppe durch dieses grausige Kapitel der absolut sehen- und erlebenswerten schottischen Stadt. Ganz auf seine Art – impulsiv, mit viel Mimik und Gestik, höchst unterhaltsam, informativ und vor allem sowas von humorvoll. Das viele Lachen half, die mitunter schaurigen Geschichten und Fakten jener dunklen Epoche zu verkraften. Wir trafen Fred in seinem langen schwarzen Mantel abends am Tour-Start auf der Royal Mile, der meistbesuchten Flaniermeile Edinburghs. Dann gingen wir nach einem ersten gedanklichen Ausflug in die Vergangenheit neben der St Giles‘ Cathedral weiter auf der Royal Mile hin zur ebenfalls belebten Straße George IV Bridge bis zum Friedhof Greyfriars Kirkyard. Das ist ein perfekter Ort auf einer leichten Anhöhe über der Altstadt von Edinburgh, um zu tun, wozu Edinburgh sich neben ganz vielen ganz anderen Erlebnissen wunderbar eignet:

 

Abtauchen in finstere Gedanken und schwarzen Humor.

Als nicht geplante Pointe dieser interessanten Tour erlebten wir mitten auf dem Greyfriars Kirkyard eine merkwürdige Gestalt, die sich auf dem Friedhof herumtrieb und ein Hund mit leuchtendem Halsband, der wie aus dem Nichts aus dem Dunkel auftauchte. Fred verstand es hervorragend, Spannung aufzubauen und dem Ganzen dennoch mit seiner spaßigen Art eine gewisse Leichtigkeit zu geben. In einem etwas entlegenen Bereich hinter einem Gittertor neben einem größeren Gebäude stieg die Spannung. Hier scheint vielen Beobachtungen nach der auf eine authentische Person basierende Mackenzie-Poltergeist sein Unwesen zu treiben. Menschen haben merkwürdige Erscheinungen, hieß es. Es seien auch schon Leute umgefallen und von unsichtbaren Händen berührt oder gestoßen worden. Uns wiederfuhr nichts dergleichen. Der Mackenzie-Poltergeist schien in den frühen Stunden dieser Nacht in anderen Sphären zu sein. Doch es gab ihn immerhin, diesen einen Moment, wo uns alle bei dieser Edinburgh Gruseltour der Schrecken traf wie ein Blitz.

Was wünscht ein lustiger Geistertour-Guide der Welt? Freundlichkeit und Spass.

Wovon träumt er? Rechnet nicht mit einem todernsten Statement. Fred beGEISTert auch beim Interview in einem kleinen Shop auf dem Gelände des Greyfriars Kirkyard, und natürlich ganz auf seine Art …