… auch im Australischen Outback.
Wenn der Tee nicht „für den Arsch“ sein soll …

Es ist nicht immer entscheidend, was hinten rauskommt. Manchmal zählt auch, wie man`s loswird! Bei einem Ausflug in den australischen Busch bekamen wir auf Bodalla tief im Outback eine survival lesson der heiteren Art. Sehr nützlich für alle, die sich im Alltag überwiegend da draußen jenseits der Zivilisation bewegen. Unser Gastvater Robert, der Rinder züchtet auf seiner Ranch Bodalla Station, ist so einer. Im Outback gibt es, wie in anderen Lebensräumen mit besonderen Lebensumständen auch, besondere Regeln. Sie machen es einfacher, klarzukommen. Ohne manche davon ist es gar nicht möglich, sich dort länger aufzuhalten. Robert kennt sie alle, die knallharten survival skills und die „good to know“. Er ist im Outback aufgewachsen und liebt diesen Lifestyle. Wie wir übrigens auch nach 5 wundervollen Wochen im ganz realen Alltag unserer Familie Jackson. Dazu gehört draußen eben auch er, der:


Magic stick für die Busch-Toilette, immer wenn shit happens …

In dem Video erklärte Robert uns wie das kleine Stöckchen beschaffen sein muss, das im Outback als Hilfswerkzeug bei der Bereinigung der Spuren eines menschlichen Bedürfnisses sehr beliebt ist. Da es noch für einen weiteren Zweck zum Einsatz kommt, muss es mit Bedacht ausgewählt werden. Eine Verwechslung hätte fatale Folgen …

Für alle, die den Aussie-Slang von Robert nicht folgen können, hier die freie Übersetzung:

Verwende unbedingt ein raues, krummes Stöckchen zum Umrühren deines Billy Tees!

Achtung: Ein glattes, gerades Stöckchen hingegen wird von den Banana Benders (Queenslander) genommen für einen, wie sie es nennen, „bush crap“. „Bush crap“ – sorry – bezeichnet hier den Toilettengang der ausführlichen Art.

Bei unserem ersten Billy Tee, dem typischen Drink in der Natur, wurde uns die Bedeutung des kleinen unterhaltsamen Vortrags gleich bewusst. Der Zucker in unserem Billy-Tee wurde mit einem krummen, rauen Stöckchen umgerührt. Eigentlich genau richtig. Und doch beschleichen dich natürlich zwei Gedanken: Hoffentlich ist der unbenutzt und falls nicht wurde er zuvor auch schon für den Tee verwendet. Gar nicht auszumalen, wenn … Ihr haltet es für ausgeschlossen, dass jemand sich den Hintern mit einem rauen Stöckchen …? Leute – shit happens.

Allerdings gäbe es diese „worries“ im Whoop-Whoop (middle of nowhere) nicht mehr, würden alle im Outback das hier einsetzen – eine deutsche Erfindung.

 

 

Text: Kay Müller / www.totallykay.com