Urban Art in der Rua Santa Maria.

Art of opEN doors in Madeiras Hauptstadt Funchal ist Kunst für alle: Du stolperst auf dem Weg durch die Altstadt hinein, bist mittendrin und entdeckst beim Schlendern ein Kunstwerk nach dem anderen. Die künstlerisch und handwerklich anspruchsvoll bemalten alten Türen lassen dich möglicherweise sogar das ganze bunte Treiben der malerischen Kulisse aus Bars, Restaurants, Shops und charaktervollen Fassaden vergessen.


ArT of opEN doors ist Art open air mit Altstadt-Flair

Mit dem kreativen Projekt wurde im Frühjahr 2011 dem historischen Stadtkern rund um die Rua Santa Maria auf besondere Art wieder neues Leben eingehaucht. Seitdem steht das Viertel neben den Touristen auch wieder im Interesse seiner Einwohner sowie von Politikern und Künstlern.  Es war Marco Milewski, der Anfang April mit der Gestaltung der ersten Haustür begann. Inzwischen wurden mehr als 200 marode Türen von unterschiedlichsten Künstlern in Kunstwerke verwandelt. Die meisten von ihnen waren seit Jahren unbenutzt. So konnte meist ungestört und ohne Zeitdruck gearbeitet werden. Urban Art auf die ruhige Art! Bei seinem Art of opEN doors Auftakt verwandelte der Künstler Marco in vielen Wochen Arbeit den Eingang Nummer 77 in ein dreidimensionales Bücherregal. Die erste fertig gestellte Tür jedoch schuf Gonzalo Martins. Innerhalb von nur einem Tag gestaltete er einen wuchtigen Kettenvorhangs über der Tür mit der Hausnummer 81-83.

Das Kunstprojekt ArT of opEN doors orientiert sich an einem Projekt des italienischen Dörfchens Valloria. Erlaubt ist jegliche Form von Kunst – Malerei, Skulptur, Fotografie, Video/Musik/Text-Projekte. Initiiert wurde das Projekt von dem ehemaligen Regionalsekretär für Tourismus auf Madeira, Abreu, in Zusammenarbeit mit dem spanischen Künstler José Maria Montero, der viele Künstler für das Projekt gewann.

Ich freue mich schon auf meinen nächsten Besuch der Rua Santa Maria und all die inzwischen neu entstandenen Kunstwerke! Aber hoffentlich bleiben noch etliche Türen „frei“, so wie bei unserem Madeira-Aufenthalt im März 2016. Vielleicht habe ich beim nächsten Mal nämlich den Mut, eine Tür selber zu gestalten. Das geht – nach Absprache mit dem Barbesitzer Abreu. Hoffentlich „rennen“ wir mit unserer Idee dort offene Türen ein …

Übrigens: Jeder Madeira-Besuch aus der Luft beginnt übrigens mit einem Kunstwerk ganz anderer Art, einem Bau-Kunstwerk: die Landebahn
von Funchal`s Airport Cristiano Ronaldo International Airport.